Personal Coaching

Personal Coaching und Persönlichkeits-Entwicklung

Unter dem hier vorliegenden Punkt "Personal Coaching" fasse ich allgemein meine beratenden Tätigkeiten "während und neben des reinen Musikausbildens" zusammen – bzw. ergänzend & parallel dazu. Diese "Beratungen während/neben der handwerklichen Ausbildung" ergaben sich in meinen Unterrichtungen und Coaching´s schon sehr früh und sind sozusagen "automatisch und nahezu organisch mit gewachsen". Und – ich schrieb es schon an anderer Stelle: Sie sind automatisch kostenfreier Bestandteil meiner Unterrichtungen (so selbstverständlich, wie auch der "Tee im Unterricht" kostenfrei dazu gehört :-)) – können aber natürlich auch „stand alone“ angefragt werden.

Sie entstanden im Grunde zunächst also als "berufsbegleitende Beratung": Wenn man es im Sinne von "Coaching-Begrifflichkeiten" erklären möchte also "als klassisches Business- oder auch Executive-Coaching". Zu diesem kamen jedoch schnell – aufgrund des speziellen künstlerischen Berufsbildes meiner Ausbildungen – Themen aus dem Bereich des "klassischen Personal Coachings" hinzu: Insbesondere in der Gesangs-Ausbildung ist ja "der Mensch selbst das Instrument“. Das individuelle "Innen und Außen des jeweiligen KünstlerInnen-Weges" ist also absolut untrennbar und muss immer zusammen betrachtet und berücksichtigt werden (die Wortwurzel Individuum bedeutet "unteilbar").

Und so ist es: "Persönlichkeits-Entwicklung, Life-Coaching, Psychologische Beratung, Philosophische Lebensberatung" einerseits – und "Business- / Executive-Coaching" andererseits – sind im Bereich der "ganzheitlichen KünstlerInnen-Ausbildung" (so wie ich sie verfolge und praktiziere) als Gegenpol zur rein handwerklichen Ausbildung schlicht untrennbar.

Auch der Bereich des "Mentoring" ergab sich bei der jahrelangen Begleitung junger KünstlerInnen von selbst. Ebenso profitiert die "Team-Betrachtung einer möglicherweise Konflikt-belasteten Band-Situation" ohne Frage durch Kenntnisse aus dem „Mediations-Bereich“.

Die den jeweiligen Anforderungen entsprechend gewichtete Verbindung all dieser Bereiche würde ich heute als den Schwerpunkt meiner Coaching-Arbeit definieren.

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Ich höre zu. Das scheint wenig – ist aber fast alles.

Was ich bin – und was nicht

Zunächst vielleicht vorweg, was ich als Coach nicht bin: Obschon ich ständig Weiterbildungen – z.B. für psychologische Beratungen etc. – mache: Ich bin weder Psychologe, Psychiater noch Arzt oder Therapeut! Meine Beratungen und Coaching´s ersetzen daher selbstverständlich keine therapeutischen oder medizinischen Maßnahmen. Ich halte mich in meiner Arbeit klar an die (gesetzliche) Vorgabe: "Beratung bei der Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstiger Zwecke außerhalb der Heilkunde“: 

Kein Dauerentspannter :-)

Ich bin auch weder Logopäde, Phoniater oder Steuerberater – noch Heiler oder erleuchteter Guru. Ich bin auch nicht permanent dauerentspannt – auch ich kenne Stress: Daher weiß ich auch wovon ich spreche. Sobald in meiner Coaching-Arbeit Grenzen erreicht werden, die in den therapeutischen oder gar "heilenden" Bereich gehören, vermittele ich an entsprechende Fachleute.

Über die Jahre hat sich hier ein gutes Netzwerk gebildet, auf welches ich – zum Beispiel auch in den DERGRUBE_PRO Coachings – immer wieder zurückgreife. Nun zu dem „was ich bin“:

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Welche Art Coaching bietet DERGRUBE?

Um Klarheit über die Begrifflichkeiten der oben genannten Coaching-Arten zu schaffen, hier nachfolgend eine kurze Umschreibung. Die einzelnen Coaching-Formen überschneiden und durchmischen sich in der praktischen Arbeit häufig: Ich habe der besseren Übersicht wegen auf Doppelnennungen unter den einzelnen Punkten weitestgehend verzichtet.

Vielleicht noch eines: Ich sehe mich in erster Linie als "Musik-Ausbilder" – der sich sehr umfangreich in den Coaching-Bereich erweitert hat: Ich bin also definitiv kein klassischer „Business-Coach“ der Wirtschaftsunternehmen etc. berät. Man könnte sagen: Als Musik-Ausbilder habe ich mir recht viel Wissen & Know How über "beratende Coaching-Arbeit und Prozess-Begleitung" angeeignet und kann dieses in meine Arbeit sehr gewinnbringend einbringen – und mittlerweile durchaus auch „Stand alone“ anbieten (z.B. als Personal-Coach).

Für die Arbeit eines „klassischen Business-Coachs“ sehe ich mich hingegen weniger qualifiziert – obschon ich bereits des Öfteren auf dem Umwege meiner „musikalischen Personal Coachings“ mit diversen „singenden oder sprechenden Personal-LeiterInnen, HR-LeiterInnen und Vorstands-MitgliederInnen“ sehr effizient und erfolgreich an Themen ihres Unternehmens gearbeitet habe :-) In diesem Sinne – auf geht´s:

Hätte beizeiten mal einer mit dem kleinen Anakin Skywalker geredet, wär´ die Nummer mit Darth Vader vielleicht auch anders gelaufen

DERGRUBE im Interview mit 96kHz

Persönlichkeits Entwicklung (Personal Coaching)

Personal Coaching und Persönlichkeits-Entwicklung in Gesangsunterricht und Vocalcoaching: Wer sich mit der eigenen Stimme beschäftigt, wird schnell merken, dass Aussagen wie „Du bist das Instrument“ oder „Stimmarbeit ist Persönlichkeitsarbeit“ keine leeren Phrasen sind: Neben „äußeren handwerklichen Aspekten“ gelangt man sehr schnell zu seinen „inneren Befindlichkeiten“ und „emotionalen Bewertungen“ – und zum Beispiel auch zu deren bewussten Einsatz während des Singens (ich nenne es „die Arbeit mit Inneren Settings“). Ein „Kennen seiner Selbst“ lässt die Farbpalette des "musikalischen Bilder malens" erst sichtbar werden: Unsere emotionalen Settings sind die Farben auf unserer Palette.

Des Weiteren

Obschon dieser Punkt eigentlich kein "Des Weiteren“ verdient – sondern groß und stark für sich steht: Das „Gehen eines inneren Weges“ ist der Garant und die Lebensversicherung dafür „Erfolg und Misserfolg in der Öffentlichkeitsarbeit“ leben und überleben zu können.

Das dieser Punkt hier an zweiter Stelle unter "Des Weiteren“ genannt wird, liegt nur an der Ur-Intention der meisten SchülerInnen: Man möchte singen lernen – und das ist sich selbst erst mal genug. Ein Bewusstsein über die (mögliche) innere Dimension eines solchen Unterrichts ist oft nicht die Ausgangs-Grundlage.

Der Anteil an „Selbst-Erforschung und Selbst-Reflektion“ variiert sicher auch zwischen Profi und aufstrebenden Hobbyist – und wird zudem in Tiefe und Intensität immer von den jeweiligen SchülerInnen selbst bestimmt.

Wie schon an anderer Stelle geschrieben: "Alles kann – nix muss".

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Der Mensch ist das Instrument

"Ob Erfolgsdruck, Versagensangst, Konflikte mit MitmusikerInnen oder Management, Zeitdruck, Stressverhalten, Aftershow-Verhalten, emotionaler Leidensdruck aufgrund stimmlicher Probleme (oder anders herum?): All diese Aspekte wirken sich selbstverständlich auf die stimmliche Disposition und Leistungsfähigkeit von KünstlerInnen aus. Ein Vocalcoaching welches den "Mensch als Instrument" nicht berücksichtigt ist aus meiner Sicht unmöglich. Nicht umsonst kommt der Begriff "Person" von "personare" (was "durchtönend" bzw. "Maske des Schauspielers" bedeutet – und sich ursprünglich auf das "hindurchtönen durch die Maske der (antiken) SchauspielerInnen" bezieht) – und nicht umsonst sprechen wir sowohl in der Musik als auch in unseren seelischen Befindlichkeiten von unseren "Stimmungen". Das persönliche Gespräch ist somit ein enorm wichtiger Bestandteil des Vocalcoachings."

Viele Punkte des Vorgenannten könnten nun auch dem "Business Coaching von Berufs-MusikerInnen" zugesprochen werden – wie gesagt: Die Bereiche überschneiden sich schnell. Wenn ich einen Schritt weitergehen würde, könnte man sagen: Im Personal Coaching geht mir es immer vorrangig um den Menschen – und erst in zweiter Linie um dessen "derzeitige Profession": Wenn dies dazu führt, dass der erfolgreiche Komponist/Produzent/Sänger etc. auswandert und Schafzüchter wird, weil dies "stimmiger für ihn ist" – dann ist das ok. Dies kam (so ähnlich) übrigens schon mehrere Mal vor: Ich grüße nach Andalusien, Portugal, Australien, Mexico und Mallorca :-)

Business- und Executive Coaching

Im „Business-Coachings“ geht es um eine klassische berufliche Reflektion, Unterstützung und Weiterbildung. Hier erfolgen u.a. sowohl der Blick auf die Work/Life-Balance, Zeit-Management, mögliche Kommunikations-Störungen, Visionssuche etc. – als auch ganz praktisch Hinweise wie „Habt ihr Euren Bandnamen eigentlich als Marke angemeldet“?, „Bist Du in der GVL?“, „Kennst Du VG Bild und VG Wort?“, „Achtung: Hörbeispiele auf Eurer Website sind GEMA-pflichtig…“, „Nein, soweit ich informiert bin, bist Du als "neben dem Jura-Studium gelegentlich auftretende Sängerin" nicht gewerblich tätig, sondern „geringfügig freischaffend": Wenn ihr Eure CD aber selbst nach dem Gig verkauft – dann seid ihr gewerblich tätig: Bitte suche mal einen Steuerberater auf  und frag´ da bei entsprechenden Fachleuten nach – hier ein möglicher Kontakt…“.

Auch hier verschwimmen die Grenzen zu Mentoring oder auch Personal-Coaching sehr schnell: In jungen Jahren habe ich einen Teilaspekt meiner Coaching-Arbeit einmal “Orientierungs-Gespräch" getauft: 

Orientierung

Denn schon damals wurde schnell klar, das in meinen Aufträgen „berufliches und persönliches Coaching“ – oder sagen wir im Sinne meines alten Terminus „berufliche- und persönliche Orientierung“ – schwer trennbar sind.

Ich zitiere mich aus meiner damaligen diesbezüglichen Umschreibung:

"Künstler-Orientierung ist Lebens-Orientierung: Im Grunde entwickelte sich das Prinzip dieser "Orientierungs-Gespräche" über die Arbeit mit Profi-MusikerInnen – und mit solchen, die überlegten dies zu werden.

Die berühmte – fast nicht zu beantwortende – Frage an mich als Lehrer und Ausbilder: "Kannst Du mir raten eine Profi-MusikerInnen-Karriere anzustreben?" führt schnell zu längeren Gesprächen, welche zwangsweise auch Fragen wie: "Was ist Dir im Leben wichtig?", "Warum willst Du Musik machen?" oder vielleicht auch schon mal "Was ist die wahre Motivation Deines Berühmt-werden-wollens?" nach sich ziehen.

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Lebenssinn

Von "jungen Menschen, die vor der Entscheidung stehen, einen künstlerischen Beruf zu ergreifen oder ihre Passion doch eher als Hobby zu kultivieren“ über "bereits im Beruf befindliche KünstlerInnen, die über Zeit- und Stress-Optimierung den Weg zu sich selbst suchen..." bis zu "fallen gelassenen (Super)Stars" begannen solche Gespräche oft in sehr unterschiedlichen Ausgangs-Situationen. Sie zielten jedoch alle auf den gleichen Kern: "Was ist eigentlich wichtig im Leben?", "Was ist der Sinn?", "Wo will ich hin?" – oder weniger zielorientiert: "Wer bin ich eigentlich?" In den Orientierungs-Gesprächen unterhalten sich zwei Menschen. Man spricht – man hört zu. Meine Position sehe ich dabei in erster Linie als eine aktiv zuhörende und vermittelnde – aber nicht manipulierende und schon gar nicht therapierende. 

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Das bedeutet: 

Themenbereiche, die ich aus meiner Ausbildung und meiner Berufspraxis kenne, versuche ich möglichst objektiv, ganzheitlich und verantwortungsbewusst zu beleuchten – zu reflektieren und zu spiegeln. Bei weiterführenden Themen – welche beispielsweise den Bereich einer Psychotherapie berühren – vermittle ich zu entsprechenden Stellen und Fachleuten […] So bildet sich allmählich ein Weg, welcher "nicht nur blind durch die Außen-Welt führt", sondern einen inneren Bezug bekommt: Das Selbst und seine innere Wirklichkeit." (Zitatende).

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Mentoring

Während und oft auch noch nach der langjährigen Ausbildung von Berufs-MusikerInnen stehe ich mit meinem Fachwissen, meiner Berufserfahrung, meinem Mensch-Sein und nicht zuletzt auch durch aktives Netzwerken und (kostenfreies) Kontakt-Vermittlungen beratend hinter den KünstlerInnen. Dies umspannt alle Bereiche meiner Arbeit und reicht – z.B. bei der (ehrenamtlichen) Vermittlung zu SteuerberaterInnen, Musik- und Markenrechts-Anwälten etc. – auch darüber hinaus.

Supervision

In der Supervisions-Arbeit geht es um die Entwicklung und Verbesserung der Selbst-Reflektion und des professionellen Handelns in Beruf: Hier besteht die Klientel sowohl aus Berufs-MusikerInnen – z.B. GesangslehrerInnen, KomponistInnen, ProduzentInnen, SängerInnen, SchauspielerInnen etc. – als auch aus angrenzenden künstlerischen Berufen oder stellenweise auch schon mal fremden Berufsgruppen. 

Mediation

Möglichkeiten der Mediation gibt es im musikalischen Bereich diverse: Angefangen von der konfliktbelasteten Bandsituation, Zerrüttungen mit Label, Produzenten-Team, MitmusikerInnen oder ähnlichem. Dabei kommt es in Art und Umfang der Arbeit immer ganz auf die vorliegende Situation an:

Stehe ich auch im Normalfall eines KünstlerInnen-Coachings "immer den KünstlerInnen näher als der dicken Plattenfirma oder dem zahlenden Auftraggeber“, so gilt es als Mediator im klassischen Sinne „ergebnisoffen und unparteilich zu agieren“ (so wie Mediation eigentlich verstanden wird). Das gilt es vorher abzuklären:

Misch-Situationen

In manchen Fällen ragt die „Mediatoren-Tätigkeit“ aber auch tatsächlich nur „ein wenig ins vorrangige KünstlerInnen-Coaching“ hinein – und ist in solchen Coachings somit nicht als klassische Mediation zu bezeichnen.

Das Handwerkszeug einer solchen Tätigkeit steht grundsätzlich zur Verfügung – ich sehe meinen Schwerpunkt jedoch definitiv nicht in der "ausschließlichen Mediations-Arbeit" –  sondern erlebe diese eher als Teilaspekt meiner Arbeit als (Vocal) Coach.

Denn nochmal: "Ich sehe mich in erster Linie als "Musik-Ausbilder" – der sich sehr umfangreich in den Coaching-Bereich erweitert hat: Ich bin also definitiv kein klassischer „Business-Coach“...".

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